Verein


GEMEINSAM WACHSEN

Der Verein führt den Namen „gemeinsam wachsen“ und engagiert sich im Bereich der Kinderbildung und -betreuung. Er errichtet und betreibt Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen, bietet Spielräume (Eltern-Kind-Gruppen) an und engagiert sich für eine hohe Qualität der Bildung und Betreuung im Bereich der frühen Kindheit.
Zweck des Vereins, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist es, eine gute Kinderbildung- und Betreuung für ALLE Kinder anzubieten, während ihre Eltern arbeiten. Bei der Aufnahme in die Krabbelgruppe „gemeinsam wachsen“ findet deshalb keine Selektion nach ethnischer Zugehörigkeit, Sprache, Religion, Weltanschauung, Gesundheit/Krankheit oder Beeinträchtigungen des Kindes statt.
Die Pädagogik Emmi Piklers ist die fachliche Basis unserer Arbeit in den Krabbelgruppen und im Spielraum.

Dieses Konzept bietet die optimalen Voraussetzungen für uns, um sehr jungen Kindern in institutioneller Betreuung, die bestmöglichen Bedingungen für eine harmonische Entwicklung zu bieten.

Wir setzten uns dafür ein, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für diese Art der Kinderbetreuung in Zukunft gesetzlich verankert und mit entsprechenden Förderungen unterstützt werden.

Dazu bedarf es einer Aufwertung der Bildung und Betreuung der Unterdreijährigen im Allgemeinen, einer (höheren) fachlichen Qualifikation der Pädagoginnen/Pädagogen, eines Betreuungsschlüssels von 1:4, einer passenden Raumgestaltung, entsprechender Vorbereitungszeit, der Möglichkeit zur Fortbildung für die Pädagoginnen/Pädagogen und der kontinuierlichen fachlichen Begleitung/Supervision.

Bisher gibt es im Salzburger Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz im Bereich der Unterdreijährigen leider keine Unterstützung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Kindergartenpädagoginnen/ Kindergartenpädagogen brauchen eine spezifische (Zusatz-) Ausbildung und eine kontinuierliche, fachliche Begleitung/ Unterstützung ihrer pädagogischen Arbeit, um den unterschiedlichen Herausforderungen bei der Betreuung einer gemischten Kindergruppe auf eine Art und Weise begegnen zu können, die diese Vielfalt unserer Gesellschaft für alle Beteiligten zu einer Bereicherung werden lässt.
Um diese, auf Inklusion ausgerichtete Arbeit in guter Qualität leisten zu können, sind unsere Mitarbeiter*innen entsprechend qualifiziert und werden in ihrer Arbeit durch regelmäßige Supervision unterstützt.
Bisher gibt es im Salzburger Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz im Bereich der 0-3 Jährigen leider keine Unterstützung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Kindergartenpädagoginnen/ Kindergartenpädagogen brauchen eine spezifische (Zusatz-)-Ausbildung und eine kontinuierliche, fachliche Begleitung/ Unterstützung ihrer pädagogischen Arbeit, um den unterschiedlichen Herausforderungen bei der Betreuung einer gemischten Kindergruppe auf eine Art und Weise begegnen zu können, die diese Vielfalt unserer Gesellschaft für alle Beteiligten zu einer Bereicherung werden lässt.
Österreich ist das letzte Land der EU, in dem die Elementarpädagogik noch kein tertiäres Bildungsniveau erreicht hat. Die ÖFEB (Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen) hat 2012 die Sektion Elementarpädagogik gegründet, die sich für eine Akademisierung der Elementarpädagogik einsetzt und inzwischen viele Fortschritte verbuchen kann: www.oefeb.at
Aktuell ist für die Betreuung Unterdreijähriger in Salzburg ausreichend, wenn eine Pädagogin/ein Pädagoge pro Gruppe und eine Helferin/ein Helfer für 2 Gruppen (also pro Gruppe zur Hälfte des Tages) zur Verfügung stehen. Das entspricht einem Betreuungsschlüssel von 1:6.
Wir setzen uns dafür ein, dass in jeder Gruppe 2 Pädagoginnen/Pädagogen zur Verfügung stehen, auch wenn jemand krank ist, im Urlaub, oder auf Fortbildung, sodass immer mit dem Betreuungsschlüssel von 1:4 gearbeitet werden kann. Umso jünger die Kinder sind, desto mehr Erwachsene pro Kind werden gebraucht. PD Dr. med. Karl Heinz Brisch hält deshalb fest, dass ein Betreuungsschlüssel von 1:2 oder 1:3 notwendig ist, um eine gute Qualität der Betreuung für Unterdreijährige sicherstellen zu können (je nach Alter der Kinder, Urlaubsregelungen in der Einrichtung etc.)

http://www.gaimh.org/files/downloads/b8b3d3e77d238fe33d920ad208f30499/Verantwortung.pdf

Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten ist uns wichtig, dass sie eine Unterstützung für die pädagogische Arbeit darstellen. Deshalb steht pro Gruppe ein Badezimmer/Wickelbereich zur Verfügung, sodass die Pädagoginnen/Pädagogen die Kinder in Ruhe begleiten können, wenn es darum geht, die Hände zu waschen, sich umzuziehen, weil sie nass geworden sind, oder die Windel zu wechseln. Der Essbereich ermöglicht, dass die Kinder je nach Selbstständigkeit einzeln am Schoß gefüttert werden, in Essbänkchen zu zweit beim Essen begleitet werden, oder in Gruppen von bis zu vier Kindern selbstständig auf einem Hocker beim Tisch essen können.

 

Für jede Gruppe steht eine separate Garderobe zur Verfügung, sodass die Pädagoginnen/Pädagogen die Kinder in Ruhe begleiten können und bei ihren Bemühungen sich immer selbstständiger an- und auszukleiden, nicht gestört werden.

 

Der Bewegungsbereich ist im Spielbereich integriert, sodass Bewegung und Spiel einander fließend abwechseln und ergänzen können.

Das Gesetz regelt die Anzahl der Wochenstunden für die Vorbereitungszeit nicht, weshalb es in vielen Einrichtungen üblich ist, dass dafür nur 1-2h/Woche vorgesehen sind.
Unseren Mitarbeiter*innen stehen jeweils mindestens 3,5h/Woche Vorbereitungszeit zur Verfügung, in welcher wöchentliche Teambesprechungen stattfinden, regelmäßig Elterngespräche angeboten werden, Dokumentationen über Entwicklungs- und Bildungsprozesse der Kinder verfasst werden sowie Mitarbeiter*innen-Gespräche und Supervisionen stattfinden.

 

Im Unterschied zu anderen Einrichtungen steht diese Zeit allen Kinderbetreuer*innen mit und ohne pädagogische Ausbildung und auch den Mitarbeiter*innen, die Teilzeit beschäftigt sind, zur Verfügung, damit Planungen, Besprechungen, Elterngespräche und Feste mit allen Kolleginnen/Kollegen in bezahlter Arbeitszeit stattfinden können.

Kindergartenpädagoginnen/Kindergartenpädagogen nehmen oft beachtliche Umstände in Kauf, um sich weiter zu bilden. Sie verdienen nicht besonders gut, und im Unterschied zu Schule und Kindergarten, gibt es im Bereich der frühen Kindheit (Altersgruppe 1-3) in der Regel nicht mehr als 5 Wochen Urlaub. Dennoch nehmen sie sich frei, bezahlen die Fortbildungskosten privat und müssen danach oft feststellen, dass ihre neu gewonnenen Kenntnisse im Betrieb gar nicht erwünscht sind, weil Änderungen im System mit Geld und/oder Aufwand verbunden sind.
Wir erachten es als wesentlich, dass unsere Mitarbeiter*innen die Möglichkeit zur Fortbildung haben. Soweit es dem Verein möglich ist, unterstützt er die Initiative der Weiterbildung von Mitarbeiter*innen entweder durch eine Dienstfreistellung für die Kurszeiten, oder mit einer finanziellen Beteiligung an den Fortbildungskosten. In der jeweils darauffolgenden Teambesprechung reservieren wir eine Zeit, in der die Kursinhalte im Team geteilt, besprochen und diskutiert werden, sodass wir alle davon profitieren.

 

Im Unterschied zu anderen Einrichtungen steht diese Zeit allen Kinderbetreuer*innen mit und ohne pädagogische Ausbildung und auch den Mitarbeiter*innen, die Teilzeit beschäftigt sind, zur Verfügung, damit Planungen, Besprechungen, Elterngespräche und Feste mit allen Kolleginnen/Kollegen in bezahlter Arbeitszeit stattfinden können.

Eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Qualität der Betreuung ist das regelmäßige und „selbstverständliche“ Auseinandersetzen mit dem eigenen Handeln. Neben der fachlichen Kompetenz werden in der Supervision auch die persönlichen Fähigkeiten ausgebaut, um den besonderen Anforderungen der Arbeitssituation gerecht werden zu können. Wir sprechen von der Entwicklung der Fach-Persönlichkeit. Die Supervision bietet damit eine tragende Säule, die im Bereich der Kinderbildung und -betreuung oft zu kurz kommt, weil es weder eine gesetzliche Grundlage, noch eine finanzielle Unterstützung dafür gibt.
Wir setzen uns dafür ein, dass die regelmäßige Supervision im Bereich der Kinderbildung und -betreuung gesetzlich verankert und in den Fördersätzen berücksichtigt wird, wie das im Bereich der Jugendwohlfahrt bereits gelungen ist.

Unserer Ausbildnerin Christine Rainer, kommt jeweils einmal/Monat zur Supervision in die Krabbelgruppen „gemeinsam wachsen“.

Meistens arbeiten wir in den kleinen Gruppen (Supervision für jede Gruppe einzeln).

Darüber hinaus engagiert sich der Verein in verschiedenen Netzwerken für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen auf politischer Seite. Als Mitglied von verschiedener Organisationen unterstützt der Verein die Forschung im Bereich der Elementarpädagogik, insbesondere die des Piklerverbandes: http://www.pikler-verband.org/en/

 

Auf regionaler Ebene engagiert sich der Verein gemeinsam mit anderen Trägern privater Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, in der Steuergruppe der IG-Kinderbetreuung, für die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Kinderbildung- und Betreuung im Land Salzburg: http://www.ig-kinderbetreuung.at/

 

Anna Baumann-Biribauer, Pikler Pädagogin i.A. hat 2015 die Initiative ergriffen in Salzburg ein regelmäßiges Treffen für den Austausch der Piklerpädagoginnen/Piklerpädagogen und Piklerpädagoginnen/Piklerpädagogen i.A. untereinander zu organisieren. Wir sind dankbar dafür, dass sie diese Arbeit übernommen hat und vierteljährlich ein Treffen organisiert. Diese Treffen sind von einem angeregten fachlichen Austausch der Pädagoginnen/Pädagogen die in Salzburg und Umgebung mit dem Hintergrund der Piklerpädagogik mit jungen Kindern und ihren Familien arbeiten geprägt.

Wir unterstützen die Gruppe in dem wir unseren Räume für diese Treffen zur Verfügung stellen und selber auch gerne dabei sind.